Historischer Rundgang am 24. Oktober - Riebeckstraße 63

Historischer Rundgang über das Gelände der Riebeckstraße 63:
Die ehemalige Städtische Arbeitsanstalt in Leipzig zur Zeit des Nationalsozialismus, der DDR und heute

Aufgrund der aktuellen Lage ist die Anzahl der Teilnehmer:innen begrenzt. Anmeldungen bitte via: rundgang.r63@mail.de

Es gilt die 3G Regel: Teilnehmer:innen sollen geimpft, genesen oder getestet sein (bitte tagesaktuellen Test mitbringen)

Wann: 24. Oktober 2021
Uhrzeit: 12:00 Uhr
Treffpunkt: Riebeckstraße 63 Leipzig
Dauer etwa 1,5 Stunden
Kostenlos, Spenden aber gerne gesehen.

Der Rundgang blickt auf die knapp 130-jährige Geschichte des Komplexes Riebeckstraße 63, die vor allem von Ausgrenzung, Verwahrung und Disziplinierung gesellschaftlicher Außenseiter:innen geprägt ist.
Die 1892 eröffnete Arbeitsanstalt diente zunächst vor allem der Disziplinierung ihrer Insass:innen und verfügte über ein eigenes Nachtasyl für Obdachlose. Zur Zeit des Nationalsozialismus war die Riebeckstraße beispielsweise ein vielfältig genutzter Haftort, Sammellager für Jüdinnen:Juden und Drehscheibe ziviler Zwangsarbeit in Leipzig. In der DDR befand sich auf dem Gelände u.a. eine Außenstelle der Psychiatrie und eine Venerologische Station (Station für geschlechtskranke Frauen), in der deviante Frauen eingesperrt wurden.
Wir beleuchten im Rundgang Brüche und Kontinuitäten des Gebäudekomplexes in Bezug auf die Diskurse Arbeit, Sexualität und Devianz und werden besonders den Alltag von Betroffenen anhand biografischer Beispiele veranschaulichen.

Den Rundgang führen Bettina Wilpert und Markus Streb von der „Initiative Riebeckstraße 63“ durch. Die Initiative setzt sich für einen Gedenk-, Lern- und Begegnungsort auf dem Gelände der ehemaligen Städtischen Arbeitsanstalt ein. Interessierte sind herzlich eingeladen sich an diesem Prozess zu beteiligen.

Datum 24.10.2021
Beginn 12.00 Uhr
Ort Riebeckstr. 63, Leipzig