Historischer Grundriss der Riebeckstrasse 63 aus dem späten 19. Jahrhundert

Die Errichtung der Städtischen Arbeitsanstalt in der Riebeckstraße 1892

VON FRUZSINA MÜLLER | 


Die Städtische Arbeitsanstalt in Leipzig wurde 1892 gebaut. Architekt war Max Bösenberg. Er vertrat den Historismus und baute um die Jahrhundertwende zahlreiche Villen, Wohnhäuser, Fabrikhallen und Verlagsgebäude in Leipzig. Er plante den Gebäudekomplex in schlichter Ausführung, ohne dass der Anschein von Luxus geweckt worden wäre. Das Gelände war eine Mischung aus Wohn- und Arbeitsräumen sowie der dazugehörigen Räumlichkeiten, die der Versorgung der Insass*innen dienten.

Historische Quelle von 1935, adressiert an das Wohlfahrtsamt mit dem Betreff "Zuweisung von weil. Insassen für die Arbeitsanstalt"

„Zuweisung von weibl. Insassen für die Arbeitsanstalt“

VON MARKUS STREB | 


Nach der Machtübertragung an die NSDAP Anfang 1933 wirkte sich die Radikalisierung der Wohlfahrts- und Gesundheitspolitik rasch auch auf die Städtische Arbeitsanstalt in Leipzig aus. Diese wurde seit 1934 von dem überzeugten Nationalsozialisten Georg Mühlig geleitet. Ab 1935 verschärften sich die Maßnahmen gegen verschiedene Gruppen, die in der Riebeckstraße interniert waren, drastisch.

Historische Quelle mit dem Titel "Heimordnung für das Sonderheim für soziale Betreuung, 705 Leipzig, Riebeckstraße 63"

Die Heimordnung für das Sonderheim für soziale Betreuung in der Riebeckstraße 63

VON BETTINA WILPERT | 
 

Ab 1954 wurde ein Heim für soziale Betreuung in der Riebeckstraße 63 eingerichtet.